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Δplus Die überlegene Oberfläche

Unser Ziel war es, den Korrosionsschutz Cr(VI)-freier Oberflächen im verpressten Zustand signifikant zu verbessern.

Abb.: Verpresste Armaturen nach 300 Stunden Salzsprühnebeltest (Testdurchführung: Fachhochschule Südwestfalen/ Hochschule für Technik und Wirtschaft, Labor für Korrosionsschutztechnik)

Die Ausgangssituation

  • Bisher üblich war eine Zinkschicht (galvanisch aufgebracht, Dicke 8 - 12 µm) mit Chromatschicht (0,3 µm).
  • Diese Oberfläche hat sich als optimal für mechanisch beanspruchte Teile erwiesen.
  • guter Korrosionsschutz, bis zu 100 h bis zum Auftreten von Weißrost (Salzsprühnebeltest nach DIN 50021)
  • Maßgeblich für den guten Korrosionsschutz ist der „Selbstheilungseffekt“ der Chromatschicht bei einer Verletzung: Die Cr(VI)-Ionen „fließen“ zu der verletzten Stelle und schließen diese. Dieser Effekt ist nur mit Cr(VI) zu erreichen.

Das Problem

  • Die Basis ist dieselbe Zinkschicht wie bei Gelbchromatierung.
  • Anstelle der Chromatschicht wird eine Passivierung und zusätzlich eine Versiegelung eingesetzt.
  • Wird die Versiegelung verletzt, sind Korrosionsprobleme die Folge.
  • Ein „Selbstheilungseffekt“ wie bei der Cr(VI)-Oberfläche existiert hier nicht.

Die Schlussfolgerung

Es existiert keine Passivierung, welche die positiven Eigenschaften der Cr(VI)-Beschichtung mit ihrem „Selbstheilungseffekt“ erreicht. Die Basisschicht Zink ist für mechanisch beanspruchte Bauteile nicht geeignet, da sie mit Passivierung und Versiegelung den erforderlichen Korrosionsschutz nicht bieten kann.

Will man einen praxisgerechten Korrosionsschutz erreichen, muss bereits die Basisschicht widerstandsfähiger sein!

Die Lösung

  • Die Zink-Nickel Basisschicht ist um ein Vielfaches korrosionsbeständiger als Zink.
  • Eine Passivierung mit anschließender Versiegelung sorgt für einen erhöhten Glanzgrad und dient der Verbesserung der Reibeigenschaften.
  • Zink-Nickel bildet keinen ausgeprägten Weißrost wie Zink, sondern erzeugt nur einen leichten Grauschleier.

Wesentliche Eigenschaften

  • Höchste Korrosionsbeständigkeit gegen Rotrost auch nach Handling und Montage
  • Die Zink-Nickel Basisschicht hat eine vielfach höhere Korrosionsbeständigkeit als Zink
  • Weißrost tritt nur in Form eines leichten Grauschleiers auf. Kein „Ausblühen“ (volumiges weißes Korrosionsabbauprodukt / Zinkoxid)
  • Nachweislich bessere Korrosionsbeständigkeit als der bisherige Standard (A3C)
  • Seit Jahren bewährter Standard bei europäischen Automobilherstellern

Durch die Umstellung auf Δplus erhalten Sie eine Cr(VI)-freie Alternative für höchste Anforderungen an die Korrosionsbeständigkeit.

Δplus ist eine Eigenentwicklung des Unternehmens Voswinkel GmbH.

Korrosionsbeständigkeit

(Salzsprühnebeltest nach DIN EN ISO 9227):
  • Weißrost tritt nicht auf, da kein Ausblühen des Zinks möglich ist. Man spricht von einem leichten Grauschleier
  • Beständigkeit gegen Rotrost (Armatur): > 720 Stunden im unverpressten Zustand
  • Beständigkeit gegen Rotrost (Fassung): > 500 Stunden im verpressten Zustand

Spezifikationen

  • Die Gesamtschichtdicke beträgt 5 - 10 µm bei einem Nickelanteil der Basisschicht (ZnNi) von 12 %.
  • Die Korrosionsbeständigkeit von Rotrost (verpresst) > 500 h
  • Die Korrosionsbeständigkeit von Rotrost (unverpresst) > 720 h
  • Das Montageverhalten wird durch den neuen Oberflächenschutz Δplus nicht beeinflusst, da die Reibbeiwerte gegenüber der Gelbchromatierung (A3C), bedingt durch eine spezielle Oberflächenbehandlung, unverändert bleiben.
  • Die Umweltverträglichkeit entspricht der EU-Altauto-Richtlinie Nr. 2000/53/EG.
  • Die Farbgebung ist transparent, silber.
  • Die Überlackierbarkeit ist mit handelsüblichen Lacken möglich, jedoch wird ein Lackierversuch empfohlen.
  • Δplus ist für alle gängigen Hydraulikmedien geeignet.
  • Allergietest nach DIN EN 1811 wurde durchgeführt: Die Grenzwerte wurden erheblich unterschritten.