Kontrolle der Funktionsfähigkeit der verpressten Armatur über den Nippeleinfall VWN VS 1.2

Die Reduzierung des Nippelinnendurchmessers entsteht durch die über die Presskraft erzeugte Kompression des Innen- bzw. Außengummis. Bei der Auswahl des Prüfdorns ist die Nennweite des Nippels entscheidend.

Die richtige Anwendung des Prüfdorns DORNVOS und die daraus resultierende mögliche Änderung des Pressdurchmessers:

Fig. 1.
Durch das zu enge Pressmaß ist der Nippel in der Dichtzone zu stark kollabiert.
ACHTUNG: Die Einbindung ist nicht funktionsfähig. Durch diesen Fehler kann es zu einem vorzeitigen Ausfall der Schlauchleitung kommen. Der Pressdurchmesser muss noch um einige Zehntel mm vergrößert werden!

 |

 Fig. 1. Zuviel verpresst, maximaler Einfall überschritten
|
Fig. 2.
Hier wird verdeutlicht, dass der maximale Nippeleinfall erreicht ist und der Pressdurchmesser nicht weiter reduziert werden darf, da sonst auch hier die Gefahr des frühzeitigen Ausfalls der Schlauchleitung besteht!

 |

 Fig. 2. Maximaler Nippeleinfall erreicht
|
Fig. 3.
Der optimale Nippeleinfall ist erreicht. Der Pressdurchmesser sollte nicht mehr verändert werden. Er muss aber vor jedem Schlauchchargenwechsel überprüft werden. Das erreichte Pressmaß wird dem des ermittelten Standardpressmaßes aus der Pressmaßtabelle entsprechend sein.

 |

 Fig. 3. Idealer Nippeleinfall
|
Fig. 4.
Der minimale Nippeleinfall ist vorhanden. Hierbei kann ohne Gefahr der Pressdurchmesser noch um einige Zehntel mm reduziert werden!

 |

 Fig. 4. Minimaler Nippeleinfall
|
Fig. 5.
Durch das Verpressen wurde kein Nippeleinfall erzeugt. Pressmaß ist zu groß.
ACHTUNG: Die Einbindung ist nicht funktionsfähig. Undichtigkeit und Gefahr des Herausrutschens des Schlauches aus der verpressten Armatur droht. Der Pressdurchmesser muss noch um einige Zehntel mm reduziert werden!

 |

 Fig. 5. Kein Nippeleinfall
|
Mitgeltende Normen:

| DIN 3852 | EN 853 | EN 856 |
| DIN 3859 | EN 854 | EN 857 |
| DIN 20 066 | EN 855 | EN 982 |